Denkmäler auf
dem Prüfstand

Welche Zukunft können die historischen Bestandsgebäude haben?

Die schon von weitem sichtbaren Backsteinbauten 44 und 51 auf dem Gelände der Wasserstadt Limmer stehen als ortsbildprägende Zeugnisse der Industriearchitektur des frühen 20. Jahrhunderts unter Denkmalschutz – allerdings steht ihr zukünftiges Schicksal aktuell auch zur Diskussion. Durch die jahrelange Gummiproduktion in den Gebäuden ist das Mauerwerk stark mit dem Umweltgift Nitrosamin kontaminiert, was einen dauerhaften Aufenthalt von Menschen in den Gebäuden ausschließt. Ein denkmalrechtlicher Abbruchantrag, gestellt vom Eigentümer und Bauunternehmer Günter Papenburg, wurde vom Verwaltungsgericht Hannover aber ebenfalls abgelehnt. Aktuell werden zwei zukünftige Nutzungsmöglichkeiten der historischen Bestandsgebäude geprüft: als neuer Standort des Stadtarchivs Hannover – oder als Parkhaus samt Eigentumswohnungen auf den sanierten und runderneuerten Dächern der Gebäude. Jörg Jungesblut, Geschäftsführer der Wasserstadt Limmer Projektentwicklung GmbH, meint zu diesem Thema: „Auch wir würden eine sinnvolle, machbare und gesundheitlich unbedenkliche Lösung zur Nachnutzung der Gebäude sehr begrüßen. Schließlich ist das eine schöne, prägende und erhaltenswerte Architektur.“